Sonderausstellung:
Hinter Schloss und Riegel

Die historische Geiger'sche Schlösser- und Beschlag­sammlung. Wurde Ende Juni 2017 beendet.

Wie kommt man auf die Idee, Schlösser und Beschläge zu sammeln?

Haupt­mann Geiger erzählt es selbst in einem Bericht aus dem Jahr 1907:

„Schließlich dürfte es nicht uninteressant sein zu erfahren, wie ich als ursprünglicher Gemälde- und Kunst­blätter­sammler dazu kam, eine solch große Alt­eisen­sammlung anzulegen, über welche nicht­sach­verständige Leute sich gelegentlich sogar verächtlich geäußert oder wenigstens die Nase gerümpft haben.

Obwohl in der alten Reichs­stadt Ulm, wo in vielen Gebäuden noch alte Beschläge an Türen und alter­tümlichen Möbeln zu sehen sind, aufgewachsen und am Stuttgarter Poly­technikum und in der bayerischen Artillerie- und Genie­schule in München als Jng. Offizier ausgebildet, wurde ich auf diese schönen Eisen­arbeiten erst später als Sammler durch Anschaffung einiger alter Renaissance-Möbel, wie man sie vor 30 Jahren und jetzt noch bei Altertums­händlern in Ulm billig erwerben konnte, aufmerksam.

Diese zur stil­gemäßen Ausstattung der Wohnung bestimmten Möbel waren defekt, es fehlte oft auch ein Teil der Beschläge. Zum Zwecke der Restau­ration dieser Möbel musste ich stilgerechte alte Beschläge im Vorrat kaufen, um sie gelegentlich zu verwenden. 
So kam ich, der ich früher nie ein Auge für diese Eisen­arbeiten gehabt hatte, auch von andern nie darauf auf­merksam gemacht worden war, zur Erkenntnis, wie schön und kunst­voll diese Arbeiten waren. 
Ich legte nach und nach eine grössere Sammlung an und da sich in der­selben mehrere Schlösser, Schlüssel­schilde mit Jahres­zahlen befanden, war es mir möglich, in den Grenzen von 20–30 Jahren, mit Sicher­heit schon aus den Beschlägen auf die Zeit der Entstehung des Gebäudes oder der Möbel etc. zu schliessen.

Möge der sach­kundige Besucher der Ausstellung mit Befriedigung erkennen, wie schön und kunst­voll diese alten Schlosser­arbeiten waren und möge diese Erkenntnis durch diese Ausstellung in immer weitere Kreise dringen!“


Tür­klopfer aus dem 15. Jahr­hundert in Gestalt eines drachen­tötenden Hl. Georg.

Schlüssel 1400 bis 1800. Vergoldete Kammer­herren­schlüssel.

Trägerin des Pfuhler Heimat­museums ist die Stadt Neu‑Ulm.

Der 1987 gegründete Verein Museums­freunde Pfuhl e. V. konzipiert und betreut die Ausstellungen.

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